Beim Spritzguss Geld sparen

Wenn wir heute unsere Aufträge für den Spritzguss von Kunststoffprodukten erhalten, dann liegt es natürlich nicht daran, dass die Firma Stocker Kunststoff GmbH mit über 60 Jahren des Bestehens ein echtes Traditionsunternehmen ist. Es hat auch kaum etwas damit zu tun, dass wir in Untersteppach bei Edling und Wasserburg über einen so schönen und alteingesessenen Standort verfügen. Der Spritzguss ist ein Fertigungsverfahren für einen Markt, in dem es auf höchste Präzision, schnelle und zuverlässige Produktion und vor allem auf die Wirtschaftlichkeit der Kunststoffprodukte ankommt. Diese drei Kriterien entscheiden hauptsächlich über die Auftragsvergabe. Dabei ist es auch von Vorteil, wenn man die Kunden aus vielen Jahren erfolgreicher Geschäftsbeziehungen kennt und genau weiß, wie man miteinander umzugehen hat.

Den Aufwand für das Spritzguss Werkzeug verringern und Geld sparen

Bei den Vorbesprechungen zu einem neuen Auftrag geht es neben allen Einzelheiten zum geplanten Gussstück und der Konstruktion des entsprechenden Gießwerkzeugs immer auch um die Möglichkeit die Herstellung einfacher und damit auch meist kostengünstiger zu gestalten. Zusammen mit unseren Partnern aus der 3D CAD Konstruktion führen wir meist auch eine Machbarkeitsanalyse durch, um die ideale Bauweise und damit den ideal niedrigsten Materialaufwand zu berechnen. Es gilt immer mit einzubeziehen, dass die Herstellung des Werkzeugs einen großen Teil der Kosten ausmacht, die für die gesamte Produktion entstehen. Je mehr Teile man mit einem Werkzeug herstellen kann, desto niedriger wird sich der Stückpreis ausnehmen. Dies sind einige der Möglichkeiten, die wir bei der Planung und der Konstruktion der Werkzeuge bedenken.

Kosmetische und andere funktionsunnötige Eigenschaften

Bei jeder Konstruktion muss genau geprüft werden, ob bestimmte Oberflächen- oder Formmerkmale tatsächlich nötig sind. Dies kann bei zum Beispiel Seriennummern der Fall sein. In anderen Fällen kann jedoch viel Aufwand und damit unnötige Kosten vermieden werden, wenn man solche speziellen Merkmale reduziert.

Hinterschneidungen

Dieses Fachwort aus der Gusstechnik bezeichnet ein frei hervorstehendes Element im fertigen Gusssteil. Solche Elemente können stets Probleme verursachen, weil sie den freien Auswurf aus dem Werkzeug verhindern oder zumindest erschweren. Hier nützt manchmal nur eine grundsätzliche Änderung in der Konstruktion oder aber der Einsatz von sogenannten Losteilen, die allerdings immer aus der Gussform entnommen werden müssen.

Werkzeuge anpassen

Bei manchen Produktionen mehrerer Teile lassen sich verschiedene Gussstücke mit demselben Werkzeug herstellen, an dem für die verschiedenen Produktionszyklen nur geringe Änderungen vorgenommen werden müssen. Dies verlangt natürlich eine entsprechend aufwendige Planung, kann sich aber rentieren.

Einzelteile angleichen

Soll ein Gusssteil aus verschiedenen Einzelteilen zusammengesetzt werden, macht es immer Sinn zu prüfen, ob sich solche Teile nicht identisch herstellen lassen. Das lässt sich zum Beispiel damit erreichen, dass man Schließmechanismen jeweils hälftig konstruiert, die dann beim Zuklappen der Teile gemeinsam greifen.

Familienwerkzeuge

Warum sollte man identische Kleinteile einzeln gießen, wenn man auch eine größere Anzahl mit nur einem Werkzeug produzieren kann. Wenn sich mit einem Gießvorgang vier oder sogar acht Teile herstellen lassen, bedeutet das eine maßgebliche Kosteneinsparung.

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