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Polymere

Die Kunststoffe bei der Stocker Kunststoff GmbH

Wir hatten Ihnen in den letzten Newsbeiträgen berichtet, wie sich aus den ersten Erfahrungen und Experimenten der Menschen mit elastischen Stoffen langsam die Erkenntnis bildete, dass man solche Stoffe wohl auch selber herstellen könnte. Ging es in den ersten Jahrzehnten der Arbeit im 19. Und 20. Jahrhundert noch darum die natürlich vorkommenden Stoffe wie den Kautschuk zu bearbeiten und in seinen Eigenschaften zu erweitern, führten die wissenschaftlichen Forschungen solcher klugen Köpfe wie Hermann Staudinger (1881 – 1965) dazu, dass man der chemischen Zusammensetzung dieser Stoffe auf den Grund gehen konnte. Staudinger erhielt 1953 verdientermaßen den Nobelpreis für seine Entdeckungen. Er war der erste, der erkannte, dass es sogenannte Makromoleküle geben musste, die aus über 100.000 Atomen bestehen würden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern fand er heraus, dass sich diese Makromoleküle bilden, um ein chemisches Ungleichgewicht auszugleichen, das im ursprünglichen Molekül besteht. In Folge binden sich immer solcher Moleküle daran und verknüpfen sich sozusagen zu einer langen Kette oder auch zu Netzwerken und anderen Strukturen. Der Prozess der Aneinanderbindung solcher ungesättigten Moleküle dauert so lange an, bis ein Zustand der Sättigung erreicht ist. Um 1920 schrieb Staudinger: „so kann man annehmen, daß primär eine Vereinigung von ungesättigten Molekülen eingetreten ist…und nun zahlreiche, evtl. hunderte von Molekülen sich zusammenlagern, so lange bis sich ein Gleichgewichtszustand zwischen den einzelnen großen Molekülen, der von der Temperatur, Konzentration und dem Lösungsmittel abhängen mag, eingestellt hat.“ (H. Staudinger, Über Polymerisation,1920, S. 1081.) Wenn man also die Umstände kennt und beeinflussen kann, die dazu führen, dass die Moleküle sich also praktisch von selbst aneinanderbinden, hat man den Stein der Weisen entdeckt. Zumindest so muss es den Forschern damals vorgekommen sein, denn sie hatten das Prinzip entdeckt, wie man aus einem einzigen Startermolekül, dem sogenannten Initiator, immer mehr Moleküle entstehen lassen und dazu bringen kann, sich an den Initiator anzuhängen.

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