Die FAKUMA für „unser“ Spitzgießen war ein voller Erfolg

In unserer News aus dem September hatten es wir ja angekündigt. Bei der Stocker Kunststoff GmbH ist es gute Tradition in der Entwicklung immer vorne mit dran zu bleiben. Dazu gehört natürlich auch der Besuch von Messen wie der FUKUMA in Friedrichshafen. Diese internationale Messe für die Kunststoffverarbeitung beschäftigt sich mit allen Themen rund um unseren wichtigsten Werkstoff. Zum 25jährigen Jubiläum hatte man sich große Ziele gesteckt und diese dann sogar übertroffen.

Das Thema Kunststoff und exzellenter Spritzguss zog knapp 1900 Aussteller an, von denen 783 aus dem Ausland angereist waren. Knapp 50.000 Fachbesucher fanden sich ein, um die 85.000 Quadratmeter interessiert abzulaufen. Die beeindruckende Zahl von Herkunftsländern der Besucher zeigt, dass Deutschland nach wie vor ein weltweiter Motor für die Entwicklung der Kunststoffverarbeitung und auch für den Spritzguss und seine Verfahren angesehen wird. Die Fachbesucher kamen aus insgesamt 128 Nationen.

Spritzguss bleibt modern

Zwar erobert sich die additive Fertigung aus den 3D Druckern zunehmend Platz auf dem Markt, aber dennoch beschäftigen sich viele Aussteller jedes Mal auch mit dem Thema, das uns am meisten interessiert. Der moderne Kunststoff Spritzguss bleibt trotz aller Unkenrufe ein Wachstumsmarkt. Solche Aussagen lassen sich nicht nur mit Zahlen belegen. Die Entwicklung und das Wachstum einer Technologie zeigen sich immer auch an dem Aufwand, der in die Erforschung neuer Maschinen und Herstellungsmethoden gesteckt wird.

Und da gab es heuer wieder einiges zu bestaunen. Zwar zeigten sich keine revolutionären Durchbrüche in der grundsätzlichen Methodik, doch viele Detailverbesserungen vor allem aus der Digitalisierung der Abläufe und dem verstärkten Einsatz von Robotern verlangten schon einigen Sachverstand, um in den vielen Präsentationen alles aufnehmen zu können. Besonders interessant erlebten wir auch die neuen Greifer, die sich mit modularer Technik mit wechselbaren Adapterbacken oder als Nadelgreifer auch der Werkstücke in gänzlich verschiedenen Aggregatzuständen annehmen können.

Beispiele für hochwertige Spritzguss-Maschinen

An zwei Beispielen für modernste Spritzguss-Maschinen möchten wir die neuen Entwicklungen aufzeigen. Gerade beim Stromverbrauch erzielt der neuartige Spritzguss mit hoher Wirtschaftlichkeit eine enorme Leistungsfähigkeit. Eine neue Fertigungseinheit des Herstellers Toyo zum Beispiel produziert pro Stunde 10.800 Trinkbecher aus Polystyrol. Die mit unglaublichen 350 Tonnen Schließkraft ausgestattete Maschine braucht dabei pro Zyklus nur 3,5 bis 4 Sekunden. Dazu wird ein 3,7 Tonnen schweres 12-Fach Werkzeug eingesetzt. Der Clou an der Sache ist der Energieverbrauch. Diese 10.800 Becher werden mit gerade mal 18,4 KW Strom hergestellt. Dabei arbeitet die Maschine verblüffend leise.

Spritzguss in klein

Aber auch der Platzbedarf der Spritzguss-Maschinen wird immer weiter nach unten geschraubt. Stellen Sie sich bloß einmal eine Spritzguss-Maschine vor, die auf nur 1,5 Quadratmeter arbeitet. Die etwa 150cm x 100cm große 2k-Spritzguss-Anlage erzielt dabei trotzdem beachtliche 10 Tonnen Schließkraft. Die Maschine arbeitet mit einem elektrischen Drehteller und auf zwei Ebenen. Der Vorspritzling wird dabei zunächst ohne Heißkanal direkt angespritzt, um dann gedreht und in der oberen Station mit einem Zusatz-Spritzaggregat mit Kaltkanal-Anguss überspritzt zu werden. Das Endergebnis fällt dann frei zur Entnahme aus.

Zu Hause bei Stocker Spritzguss

Natürlich betrachten wir bei der Stocker Kunststoff GmbH all solche Entwicklungen mit großem Interesse. Dennoch bietet ein Messebesuch eher den Ausblick in ferne Zukünfte. Für unsere Investitionen in neue Maschinen orientieren wir uns allerdings nicht so sehr an diesen rekordverdächtigen Leistungen, sondern an bewährter Alltagstauglichkeit. Wollen Sie sich einmal ein Bild davon machen? Seien Sie herzlich eingeladen, und schauen Sie bei uns in Untersteppach bei Edling vorbei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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