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Die Stocker Kunststoff GmbH informiert: Unternehmen im Kunststoffspritzguss

Es gibt heute um die 1.800 Unternehmen in Deutschland, die Spritzgussteile aus dem Kunststoffspritzguss anbieten. Damit stellen sie etwa die Hälfte der kunststoffverarbeitenden Unternehmen. Diese große Auswahl an Produzenten und Zwischenhändlern in der Kunststoffverarbeitung liefert sich einen harten Wettbewerb. Die letzten 10 Jahre waren gekennzeichnet durch die Bereinigung eines Überangebots insbesondere bei der Fertigung für technische Spritzgussteile. Gleichzeitig stieg der Kostendruck speziell in der Zulieferwirtschaft für die Automobilindustrie. Gerade die Fertigung einfacher Spritzgussteile hat sich von Deutschland u.a. nach Osteuropa verlagert. Doch in den beginnenden 20er Jahren haben viele Produzenten aus dem Kunststoffspritzguss ihren Platz oder eine Nische für ihre Produkte auf dem Markt gefunden.

Unternehmen im Kunststoffspritzguss - Fertigung

Fertigung

Technologie die überzeugt.

Unser Maschinenpark ist unser Kapital & unser Wissen dahinter bringt uns zum Erfolg.

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Produkte

Hochpräzise Spritzgussprodukte.

Wir führen auch Umsetzungen von Präge- und Montagearbeiten sowie Verpackungen aus.

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Das Unternehmen

Stocker Kunststoff GmbH

Qualitätsmanagement nach den aktuellsten Standards. Eine Entwicklung die 1957 begann.

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Darunter gibt es wie in fast jeder Branche große Generalisten, die die ganze Bandbreite und riesige Vielfalt der verschiedenen Spritzgussteile herstellt. Hier wird das Geschäft einerseits mit der Masse, andererseits mit dem breiten Angebot gemacht, das fast jeden Bedarf erfüllen kann. Daneben sind die großen Hersteller für Verpackungen zu nennen, die vor den Spritzguss-Unternehmen mit Produkten für die Fahrzeugindustrie den Spitzenplatz einnehmen. Dennoch bleibt das Kunststoffspritzgießen in Deutschland in der Hauptsache eine Branche für den Mittelstand bis zu 300 Beschäftigten. Viele mittelständische Unternehmen aus dem Spritzguss konzentrieren sich auf ihre Region und beliefern die Betriebe, Gemeinden und Kommunen aus dem Umfeld mit den unverzichtbaren Produkten aus der Kunststoffverarbeitung.

Die dritte Gruppe bildet sich aus den vielen Anbietern für spezielle Nischen. Mancher Hersteller hat sich auf eine bestimmte technische oder medizinische Branche spezialisiert und ist aufgrund des Kundenstamms und seiner einschlägigen Erfahrungen mit der geforderten Qualität erfolgreich. Andere Betriebe bieten in der Hauptsache Kleinserien in der Fertigung an, die aufgrund der aufwendigen Werkzeugherstellung als relativ teuer angesehen werden müssen.

Stocker Kunststoff Unternehmen im Kunststoffspritzguss

Kunststoffspritzguss Einführung

Der Kunststoffspritzguss ist als Verfahren noch gar nicht so alt. Obwohl der Spritzguss mit anderen Materialien bereits auf ein bis zwei Jahrhunderte Geschichte zurückblickt, begann die massenweise Produktion von Kunststoff für den allgemeinen Verbrauch erst nach 1945. Während des zweiten Weltkriegs unterlag die als kriegswichtig eingestufte Kunststoffproduktion in Deutschland strikten Regulierungen. Zuvor war das Patent für die ersten Spritzgießmaschine im Jahr 1926 erteilt worden. 1946 wurde die erste Schnecken-Spritzgussmaschine gebaut, deren Grundprinzip noch heute den Markt beherrscht. In den frühen fünfziger Jahren entstanden die ersten Betriebe in Deutschland, die das Prinzip Spritzguss für den Kunststoff in den Wirtschaftswunderjahren umsetzten.

Der Spritzguss als Methode der Kunststoffverarbeitung nutzt im Großteil der Verfahren die Formbarkeit der verschiedenen Kunststoffe unter Hitzeeinfluss. Zumeist angeliefert als Granulat wird der Kunststoff geschmolzen und unter hohem Druck in eine Gussform bzw. Kavität eingespritzt. Im anschließenden Kühlprozess versteift sich der Kunststoff wieder und behält die mit der Gussform erzeugte Gestalt. Diese Gussform, die beim Spritzguss mit Kunststoff als Werkzeug bekannt ist, kann heute fast beliebig klein, groß und komplex hergestellt werden. Zusammen mit Techniken wie der Einspritzung unterschiedlicher Kunststoffe mit verschiedenen Eigenschaften oder der Einspritzung in verschiedenen Phasen werden heute nahezu alle denkbaren Formen und Größen von Bauteilen mit dem Kunststoffspritzguss hergestellt.

Das reicht von einer simplen Verpackungsfolie für beispielsweise eine Glühbirne über einen Fußball aus verschiedenen Kunststoffen bis hin zu einem komplexen Bauteil eines modernen Düsenjets oder einer medizinischen Anlage. Das Gewicht und die Größe der Spritzgussteile hängt vor allem von den verwendeten Spritzgussmaschinen und ihrer Schließkraft für das Werkzeug ab. Die durchschnittliche Größenordnung im Spritzguss lässt sich zwischen 0,1 Gramm und 300 Gramm verorten, wobei je nach Spezialisierung nach unten wie nach oben Erweiterungen bis zu 150 kg möglich sind. Mehr dazu entnehmen Sie verschiedenen Artikeln aus unserem Blog wie zum Beispiel:

Der Kunststoffspritzguss
 Mehrkomponenten Spritzguss 

Kunststoffspritzguss: Geschichte der Stocker Kunststoff GmbH

Die Geschichte des Kunststoffspritzgusses ist zumindest in Bayern auch eng mit der Stocker Kunststoff GmbH verknüpft. Nur ein Jahr nach der Erfindung der Einschnecken-Spritzgießmaschine bei BASF und den Anker-Werken gründete Richard Stocker 1957 die Stocker Kunststoff GmbH für den Spritzguss mit Kunststoff. Schon im Studium war der angehende Unternehmer mit dem Spritzguss in Kontakt gekommen. Sofort beschäftigte er sich mit den Möglichkeiten der industriellen Fertigung der Spritzgussteile und war von deren großen Wachstumschancen auf dem Markt überzeugt. Über 40 Jahre lang konnte sich Richard Stocker mit einem steten Wachstum der Firma und der Zahl der Kunden von der Richtigkeit seiner Annahmen überzeugen.

Wenn heute aus der Handvoll Unternehmen im Kunststoffspritzguss der fünfziger Jahre in Deutschland eine solch riesige Branche für einen nicht minder großen Markt entstanden ist, hat man das auch jenen Pionieren der Anfangszeit zu verdanken. Zu den ersten Kunststoffen im Spritzguss gehörten das damals weit verwendete Bakelit oder das Polyacetal. Aus Bakelit wurden zum Beispiel alle Telefone und Sicherungen gefertigt. Erst in den sechziger und siebziger Jahren kamen sukzessive jene Kunststoffe hinzu, die bis heute den Großteil an Rohmaterial im Kunststoffspritzguss stellen wie z.B. das Polyethylen (erfunden 1953) und Polypropylen (erfunden 1957).
Erfahren Sie mehr zur Geschichte der Erfindung der Kunststoffe für den Spritzguss auf unserer Startseite im unteren Bereich.

Kunststoffe, die für die Fertigung im Spritzguss verwendet werden

Obwohl in den Datenbanken heute eine Vielzahl von etwa 90.000 Kunststoffen und Kunststoffverbindungen für den Spritzguss und die Kunststoffverarbeitung zur Verfügung stehen, konzentriert sich der Großteil aller Hersteller in Deutschland für ihre Produkte auf die Verwendung relativ weniger Kunststoffe. Die Kunststoffe lassen sich in die drei Gruppen der Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere einordnen. Zu den Thermoplasten zählen in der Hauptsache das Polyethylenterephthalat (PET), das Polyethylen (PE) und das Polypropylen (PP), der Mischkunststoff Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) und das Polyamid (PA). Diese Thermoplaste teilen sich die Eigenschaft, mit einer erhöhten Temperatur formbar zu werden bis hin zum Schmelzen. Nach dem Aushärten kann dieser Vorgang wiederholt werden.

Die Duroplaste dagegen zeigen aufgrund einer prinzipiell unterschiedlichen Molekularstruktur ein anderes Verhalten. Sie verfestigen sich bei Temperaturen zwischen 130 und 250 Grad und müssen bei niedrigeren Temperaturen eingespritzt werden. Der Vorgang ist nicht wiederholbar. Einmal verfestigt behalten die Duroplaste ihre Form auch bei erneuter Erhitzung, bis sie schließlich spröde werden und zerfallen. Zu den Duroplasten zählt die Gruppe der Kunstharze. Ihre Verwendung finden die Duroplaste für Produkte wie Bremsbeläge, Elektro-Gehäuse und -Verkapselungen, Reflektoren in Scheinwerfern oder Schutzhelmen – also überall da, wo strapazierfähige und zähe Werkstoffe benötigt werden.

Die dritte und kleinste Gruppe in ihrer Vielfalt stellen die Elastomere, die sich zwar thermisch behandeln und formen lassen, aber im Unterschied zu den Thermoplasten elastische Eigenschaften zeigen. Innerhalb gewisser Grenzen sind sie dehnbar und verformbar und nehmen nach Ende der Krafteinwirkung wieder ihre ursprüngliche Form an. Die wichtigsten Elastomere sind das Silikonkautschuk und das Naturkautschuk. Sie finden breite Anwendung als Autoreifen oder Gummibänder in jeder Größe und Form.

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Kunststoffe und ihre Eigenschaften in unserem Blogbeitrag: “Mehr über die Materialauswahl beim Kunststoffguss”.

Spritzgussverfahren_Stocker

Die Werkzeuge für den Spritzguss mit Kunststoffen

Die Qualität aller Spritzgussteile in der Kunststoffverarbeitung ist untrennbar mit dem Werkzeugbau verbunden. Im Werkzeugbau in Deutschland arbeiten hochkarätige Spezialisten mit den modernsten 3D-Cad Maschinen, um die anspruchsvollen Werkzeuge in beliebiger Komplexität zu konstruieren. Die Werkzeuge bestehen meist aus Aluminium oder Stahl und können bei der Produktion für Millionen Spritzgussteile eingesetzt werden. Die Stocker Kunststoff GmbH nutzt für den Werkzeugbau einen entsprechend spezialisierten Partner, der schnell und zuverlässig auch die höchsten Ansprüche erfüllen kann. Der Werkzeugbau bedeutet in den meisten Fällen den größten Kostenfaktor im Spritzguss. Daher ist die Herstellung kleiner Serien für Spritzgussteile oftmals auch zu kostenintensiv und wird zunehmend durch die Verwendung industrieller 3D Drucker ersetzt. In vielen Fällen entstehen die Prototypen für die ersten Testläufe der Spritzgussteile im additiven 3D Druck-Verfahren. Erst wenn sich die Qualität des Materials und der Form unter realen Bedingungen bewährt hat, geht der Auftrag an die Fertigung im klassischen Werkzeugbau. Fest steht, dass die Produkte aus dem Spritzguss in Deutschland weiterhin einen uneinholbaren Vorsprung haben, was die Stückzahl, Produktionszeit und die Kosten anbetrifft.

Liste der Produkte aus dem Spritzguss mit Kunststoff

Die Liste der Produkte aus dem Spritzguss mit Kunststoff ist nahezu unendlich lang. Es ist heute schwer vorzustellen, wie wir in Deutschland vor 1960 ohne die allgegenwärtigen Spritzgussteile ausgekommen sind. Allein, wenn man sich in einem normalen Haushalt umsieht, kommen buchstäblich Hunderte von Teilen aus dem Spritzguss. Angefangen bei der ganzen Stromversorgung über das Spielzeug der Kinder, die Verbindungsteile vieler Möbel und Schränke, alle Elektrogeräte bis hin zur Wasserversorgung. Wenn man sich dann in die Garage begibt, findet man in einem normalen Automobil ebenfalls Hunderte Produkte aus dem Spritzguss. Straßenbau, Hausbau, Stromerzeugung, Verpackung und industrielle Fertigung sind ohne Spritzguss nicht denkbar. Die Spritzgussteile aus Kunststoff beherrschen den Alltag und machen die moderne Industriegesellschaft in Deutschland überhaupt erst möglich. Generell unterscheidet man beim Spritzguss drei Kategorien:

  • A – Präzisionsteile für Lasertechnik, Medizin, Raumfahrt und Luftfahrt mit höchsten Anforderungen an alle Produkteigenschaften, Genauigkeit und Qualität.
  • B – technische Spritzgussteile, die z.B. in Maschinen eingesetzt werden oder in der Automobilindustrie hohen Anforderungen mit Eigenschaften in großer Bandbreite erfüllen müssen. Hierzu gehören vor allen Dingen auch Mehrkomponenten-Spritzgussteile.
  • C – geometrisch und materialtechnisch einfache Formteile aus einem Standard-Kunststoff mit einfachen Anforderungen wie z.B. Steckdosen, Bausteine für Kinder oder Verpackungskomponenten.

Im Zuge eines steigenden Umweltbewusstseins der Kunden und Verbraucher wird auch im Spritzguss der Ruf nach Nachhaltigkeit und Recycling immer stärker. Zwar lassen sich viele Produkte aus dem Spritzguss schon heute mühelos recyceln, jedoch wird der Vorgang durch den zunehmenden Mehrkomponenten-Spritzguss erschwert. Viele Unternehmen sehen die Zukunft in kompostierbaren Kunststoffen, deren Anteil wächst.

Ihr Kontakt zur Stocker Kunststoff GmbH

Der alteingesessene und immer moderne Hersteller von Kunststofferzeugnissen aus dem Spritzguss genießt das Vertrauen zahlreicher Kunden aus den verschiedensten Branchen vom Spielzeug über Hausgeräte bis hin zur Lasertechnik. Nehmen Sie einfach Kontakt auf und lassen Sie sich alle Informationen über die Produktion der von Ihnen gewünschten Kunststoffteile geben.

Die Stocker Kunststoff GmbH aus Edling bei Wasserburg am Inn steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.